UA-102178064-1
Ihre Browserversion ist veraltet. Wir empfehlen, Ihren Browser auf die neueste Version zu aktualisieren.

Mo

 Aktuelles

Fragen zur neuen
BVG-fahrCard?

Lesen Sie hier.

 

Mo, 5.8.2019
1. Schultag nach den Sommerferien

 

Mi 7.8.2019    18 Uhr

1. Elternversammlung
für alle Klassen
(Themen u.a.: Wahl der Elternvertreter)


Do, 08.08.2019

9-11 Uhr Schnuppertag für unsere neuen Erstklässler

Sa, 10.08.2019

Einschulung

Fr, 13.09.2019

Unser 1. Studientag,
die Schule bleibt geschlossen.

 

Konferenzplan

*nur gewählte Vertreter

 

 

Nächste GEV*:
Mi, 21.08.2019, 18-20 Uhr

 

Nächste Gesamtkonferenzen*:

Do, 01.08.2019

Do, 16.01.2020
Do, 14.05.2020

 

Nächste  Schulkonferenzen*:

Mi, 04.09.2019

Do, 21.11.2019
Do, 19.03.2020
Do, 11.06.2020

JÜL oder JABL?

Mit dem Beginn des Schuljahres 2019/20 verändern wir die Struktur der Schuleingangsphase.
(Beschluss der Schulkonferenz vom 6.6.2019)

 

Neben den Jahrgangsbezogenen Lerngruppen ("JABL" = homogen) führen wir eine neue Form ein: Jahrgangsübergreifendes Lernen (JÜL).

 

Die Eltern entscheiden, ob sie ihre Kinder in der JÜL-Klasse beschulen lassen möchten.
Am Ende des Schuljahres findet eine schulinterne Evaluation der Lernergebnisse in beiden Klassenformen statt.

 

Lernt unser Kind besser in einer JÜL-Klasse?

Diese Frage lässt sich nicht grundsätzlich beantworten. Es gibt Kinder, die sehr von der Altersmischung profitieren. Es gibt aber auch Kinder, die damit nicht zurecht kommen. Es gibt keine erkennbaren Dinge, um diese Entscheidung zu erleichtern.

JABL-Klassen bleiben zumeist von der 1. bis zur 6. Klasse stabil in einem Klassenverband. Die Schwierigkeit - gerade zu Beginn der Klasse 1 - besteht darin, dass ein Erwachsener 25 kleinen Menschen erklären muss, wie Schule geht. Das dauert. Im Verlauf der Jahre bilden sich feste Strukturen. Das kann bedeuten: einer ist der Beste, einer ist der Clown, einer ist der Aufräumer, einer der Rüpel. Diese Rollenverteilung zu verändern, ist schwer.

JÜL-Klassen finden sehr viel schneller am Beginn eines Schuljahres in den Lernprozess. Die Erstklässler können sich an den älteren Kindern orientieren, schauen sich die Rituale, Regeln und Lernprozesse ab. Es gibt Patenschaften. Bei Ausflügen nehmen die größeren Kinder die Kleineren an die Hand, sie kennen die Verkehrsregeln schon besser. Auch innerhalb der Arbeitsphasen können die größeren Kinder den kleineren Schülern helfen. "Es anderen erklären" macht Kinder nicht nur stolz, sondern ist die höchste Stufe der Entwicklung. Schwache Zweitklässler sind gerade zu Beginn des Schuljahres den Erstklässlern voraus. Sie haben nicht ständig das Gefühl, die "Schlechtesten" zu sein. Und noch ein Vorteil: Sollten Kinder ein Jahr in der Schulanfangsphase (SAPH) wiederholen, können sie in ihrer Klasse bleiben und müssen den Klassenverband nicht wechseln. Durch den jährlichen Wechsel der Schüler entsteht in jedem Jahr eine etwas andere Konstellation - für die meisten Kinder eher ein Vorteil.

 

Wie macht das der Lehrer - zwei Altersgruppen in einem Raum?

Klingt schwierig? Ein guter Lehrer schafft das. Er muss es auch nicht allein schaffen. Es gibt in manchen Stunden einen zweiten Lehrer oder Unterstützung durch einen Erzieher.

Grundsätzlich ist jede Klasse heterogen. Am Ende des 1. Schuljahres gibt es Kinder, die fast fehlerfrei lesen und schreiben können. Es gibt aber auch Kinder, die noch immer einzelne Buchstaben nicht erkennen und nur ganz langsam einzelne Wörter schreiben. Einige Kinder rechnen Plus und Minus fehlerfrei im Zahlenraum bis 20, andere Kinder können noch immer nicht bis 10 zählen und Mengen erfassen. Die ersten Kinder schwingen mit dem Füller, andere drucken einzelne Wörter mit dem Bleistift. Jedes Kind hat sein Tempo. Die Lehrer in JÜL-Klassen arbeiten mit "Lernwegen". Die Kinder arbeiten nach festen Plänen, jeder Schüler in seinem Tempo. Erst, wenn ein Kind eine Sache kann, kommt die nächste. Auf diese Weise müssen starke Lerner nicht lange warten und schwächere Lerner können länger üben, ohne die anderen Kinder aufzuhalten. In den Erklärphasen nimmt der Lehrer die Kinder zusammen, die schon so weit sind. Die anderen Kinder haben ihre Erklärzeiten, wenn die ersteren weiterarbeiten. Auf diese Weise entsteht schnell ein verständnisvolles Miteinander. Bestimmte Inhalte werden auch in JÜL-Klassen für alle gemeinsam vermittelt.

Auch in den homogenen Klassen arbeiten die Kollegen differenziert (Niveau-angepasst). Die Freiarbeitsphasen sind ebenso gestaltet, wie in einer JÜL-Klasse. Auch hier unterstützen zweite Lehrer ("Doppelsteckung") oder Erzieher während des Unterrichts. Gute Lehrer schaffen es auch hier, alle Kinder nach 2 Jahren zum erwünschten Ziel zu bringen.

 

Was ist, wenn die Lehrerin krank ist?

Stunden von Lehrern, die nicht da sind, werden vertreten. In aller Regel sind das Lehrer, die die Klasse und den Lernweg kennen. Da die Kinder aber ohnehin sehr selbstständig sind, können sie ohne größere Probleme weiterarbeiten.

 

Wie viele Kinder gehen in eine JÜL-Klasse?

Grundsätzlich sind es 24 Kinder, idealerweise 12 Erstklässler und 12 Zweitklässler. Im kommenden Schuljahr beginnen wir mit JÜL. Die Klasse bekommt 12-14 Erstklässler (hängt auch von den Wünschen der Eltern ab). Aus den zweiten Klassen kommen einzelne Schüler dazu. Auch hier haben die Eltern die Wahl. Nach dem ersten Jahr wird die Klasse mit neuen Erstklässlern "aufgefüllt" und dann werden es 24 sein.

 

Können Kinder von JÜL nach JABL (oder umgekehrt) wechseln?

Ja, das geht. Das sind immer ganz individuelle Entscheidungen., die Eltern und Pädagogen gemeinsam mit der Schulleitung treffen. Auch innerhalb der homogenen Klassen gab es schon Kinder, die erfolgreich eine Klasse gewechselt haben.

 

Wie geht dann in den Klassen 3, 4, 5, 6 weiter?

Diese Jahrgangsstufen bauen wir in den kommenden Jahren auf. Mit den Erfahrungen der ersten JÜL-Klasse an unserer Schule werden wir verantwortungsvoll Entscheidungen für die Zukunft treffen. Erfahrungen anderer Schulen zeigen, dass es günstig ist, wenn Kinder von der 1-6 in einem JÜL-Bereich bleiben. Dabei gibt es Modelle     JÜL 1-2-3     4-5-6      oder    1-2  3-4  5-6.
Das wird zu diskutieren sein.

Beim Übergang an die weiterführenden Schulen ist dann ein Wechsel in einen homogenen Bereich ohne größere Probleme möglich. Ebenso gilt das umgekehrt. Auch Kinder aus homogenen Klassen kommen nach einer gewissen Übergangsphase in JÜL-Klassen zurecht.